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VON MAGDEBURG NACH DRESDEN

Nach sechs Jahren im Festengagement am Theater Magdeburg ist Johannes Wollrab zu Beginn der Spielzeit 2022/2023 als neues Ensemblemitglied der Landesbühnen Sachsen in seine Heimatstadt Dresden zurückgekehrt. Er wird in dieser Saison u.a. als Vater in "Hänsel und Gretel", als Bariton in der "Carmina Burana", als König Gunther ("Die lustigen Nibelungen"), als Marullo ("Rigoletto"), als Albert in Massenets "Werther", als Don Giovanni, als Prinz Wladimir in Kalmans "Die Zirkusprinzessin" und als Fürst Ottokar ("Der Freischütz") zu erleben sein.

HUGO WOLF & JOACHIM RINGELNATZ

 

Der Komponist Hugo Wolf und der Dichter Joachim Ringelnatz sind sich nie begegnet. Während Wolf 1903 in einer Irrenanstalt schon sein Leben aushauchte, war der junge Ringelnatz – noch unter dem Namen Hans Bötticher – gerade als Schiffsjunge auf einem Segelschiff angeheuert. Was hätten sich diese Männer, die beide so scharfsinnig wie ironisch die Turbulenzen des Lebens und der Liebe sezierten, zu erzählen gehabt? Um genau das herauszufinden, haben sich Jenny Gerlich und Johannes Wollrab, die gemeinsam in Dresden studierten, sich einige Jahre aus den Augen verloren und als Ensemblemitglieder am Theater Magdeburg wieder zusammenfanden, auf die Suche begeben: Wohl vertraut mit den Kunstliedern Hugo Wolfs lassen sie Stücke aus dessen »Italienischem Liederbuch« in einen munteren Dialog mit Texten Joachim Ringelnatz’ treten. Singend fühlen sie sich in die musikalischen und lyrischen Ichs des Wolfschen und Ringelnatzschen Kosmos hinein und unternehmen eine gefühlvolle Reise: Vom Verlieben über alltägliche Konflikte bis zum Wiederversöhnen durchleben sie alle Stadien der romantischen Beziehung – selten war Paartherapie so unterhaltsam!

VIER STREICHER MIT EINEM BARITON:
Carl Loewe Quintett

 

Zwei Dresdner Musiker, Johannes Wollrab und Ronald Vitzthum, die sich in ihrer Heimatstadt Dresden nie begegnet sind, treffen erstmals im Jahr 2020 ganz unverhofft am Theater Magdeburg aufeinander. Den Sänger und den Kontrabassisten vereint die Begeisterung für das deutsche Kunstlied des 19. Jahrhunderts sowie das besondere Interesse für die Kompositionen Franz Schuberts und Robert Schumanns. Schon während seines Studiums arrangiert Ronald Vitzthum einzelne Lieder von Schubert und Schumann in verschiedenen Fassungen für Streicherinstrumente und Gesangsstimme. ​In Magdeburg entstehen nun neue Bearbeitungen, u.a. von Schuberts „Im Frühling“ oder „Der Erlkönig“ für vier Streicher und Bariton. In der ungewöhnlichen Besetzung mit Violine, Bratsche, Cello und Kontrabass entfalten sich neue Klang- und Interpretationsmöglichkeiten der ursprünglichen Klavierbegleitung und laden zu einer musikalischen Neuentdeckung der vielschichtigen Text-Musik-Verbindungen der Kompositionen ein. Neben Liedern von Schubert und Schumann umfasst das Programm Werke von Johannes Brahms, Carl Loewe, Richard Wagner und Gustav Mahler, ergänzt um Kammermusiken von Brahms und Giacomo Puccini. Das Streicherensemble um Ronald Vitzthum wird komplettiert von Aisel Kapun, Dorothea Schröder und Marcel Körner. Für die fünf Musiker ist es der unbedingte Wunsch, das Kunstlied und ausgewählte Kammermusikstücke in klanglichen Neu-Variationen und individueller Interpretation einem breiten Publikum vorzustellen und auf unterhaltsame Weise näherzubringen.​