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WOLLRAB & ENSEMBLE

 

Zwei Dresdner Musiker, Johannes Wollrab und Ronald Vitzthum, die sich in ihrer Heimatstadt Dresden nie begegnet sind, treffen erstmals im Jahr 2020 ganz unverhofft am Theater Magdeburg aufeinander. Den Sänger und den Kontrabassisten vereint die Begeisterung für das deutsche Kunstlied des 19. Jahrhunderts sowie das besondere Interesse für die Kompositionen Franz Schuberts und Robert Schumanns.

Schon während seines Studiums arrangiert Ronald Vitzthum einzelne Lieder von Schubert und Schumann in verschiedenen Fassungen für Streicherinstrumente und Gesangsstimme.

In Magdeburg entstehen nun neue Bearbeitungen, u.a. von Schuberts „Im Frühling“ oder „Der Erlkönig“ für vier Streicher und Bariton.

In der ungewöhnlichen Besetzung mit Violine, Bratsche, Cello und Kontrabass entfalten sich neue Klang- und Interpretationsmöglichkeiten der ursprünglichen Klavierbegleitung und laden zu einer musikalischen Neuentdeckung der vielschichtigen Text-Musik-Verbindungen der Kompositionen ein. Neben Liedern von Schubert und Schumann umfasst das Programm Werke von Johannes Brahms, Carl Loewe, Richard Wagner und Gustav Mahler, ergänzt um Kammermusiken von Brahms und Giacomo Puccini. Das Streicherensemble um Ronald Vitzthum wird komplettiert von Aisel Esslinger, Dorothea Schröder und Marcel Körner.

Für die fünf Musiker ist es der unbedingte Wunsch, das Kunstlied und ausgewählte Kammermusikstücke in klanglichen Neu-Variationen und individueller Interpretation einem breiten Publikum vorzustellen und auf unterhaltsame Weise näherzubringen.

DAS NEUE ALBUM

 

Der Komponist Hugo Wolf und der Dichter Joachim Ringelnatz sind sich nie begegnet. Während Wolf 1903 in einer Irrenanstalt schon sein Leben aushauchte, war der junge Ringelnatz – noch unter dem Namen Hans Bötticher – gerade als Schiffsjunge auf einem Segelschiff angeheuert. Was hätten sich diese Männer, die beide so scharfsinnig wie ironisch die Turbulenzen des Lebens und der Liebe sezierten, zu erzählen gehabt?

Um genau das herauszufinden, haben sich Jenny Gerlich und Johannes Wollrab, die gemeinsam in Dresden studierten, sich einige Jahre aus den Augen verloren und als Ensemblemitglieder am Theater Magdeburg wieder zusammenfanden, auf die Suche begeben: Wohl vertraut mit den Kunstliedern Hugo Wolfs lassen sie Stücke aus dessen »Italienischem Liederbuch« in einen munteren Dialog mit Texten Joachim Ringelnatz’ treten. Singend fühlen sie sich in die musikalischen und lyrischen Ichs des Wolfschen und Ringelnatzschen Kosmos hinein und unternehmen eine gefühlvolle Reise: Vom Verlieben über alltägliche Konflikte bis zum Wiederversöhnen durchleben sie alle Stadien der romantischen Beziehung – selten war Paartherapie so unterhaltsam!

THEATER MAGDEBURG

 

"Einen noch sehr jugendlichen, ständig angesäuselten Alfred P. Doolittle gab Johannes Wollrab, der außer durch Gesang auch durch erstaunliche Beweglichkeit bei den Tanzeinlagen auffiel."

 

Marion Eckels

DER OPERNFREUND, November 2021

"Beeindruckend straff und generalsmäßig stimmstark, fast gespenstisch Johannes Wollrab als kanonenreitender Militarist Homonay."

 

Irene Constantin

VOLKSSTIMME, Oktober 2020

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WELTURAUFFÜHRUNG NACH 90 JAHREN

 

"Theodor Fontanes Novelle »Grete Minde« erzählt die Vorgeschichte des Tangermünder Stadtbrandes von 1617. Im Zentrum steht die junge Außenseiterin Grete Minde, die sich – von ihrem Halbbruder und vom Rat der Stadt um ihr rechtmäßiges Erbe gebracht – an ihrer Heimatstadt rächt: Sie legt einen verheerenden Brand und stirbt gemeinsam mit ihrem kleinen Kind vor aller Augen im brennenden Kirchturm. Fontanes vorurteilsfreie Behandlung seiner Figuren war möglicherweise der Anknüpfungspunkt für den deutsch-jüdischen Komponisten Eugen Engel, sich um 1930 in seiner einzigen Oper einem Stoff des Schriftstellers zu widmen. Obwohl er seinen Lebensunterhalt als Kaufmann verdiente, galt Engels persönliche Leidenschaft der Musik. »Grete Minde« stellt unzweifelhaft den Höhepunkt seines Œuvres dar, konnte aber in Zeiten des erstarkenden Nationalsozialismus nicht mehr uraufgeführt werden. Die handschriftliche Partitur rettete Engels Tochter 1941 in die Emigration in die USA. Der Komponist selbst wurde 1943 im Vernichtungslager Sobibor ermordet, keines seiner acht Geschwister überlebte die Shoah."

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MAGDEBURGER TELEMANN-FESTTAGE

 

Georg Philipp Telemann „Wie ist dein Name so groß“ (Donner-Ode) TVWV 6:3a | „Veni sancte spiritus“ TWV 3:82 (moderne Erstaufführung) | „Wie lieblich sind auf den Bergen“ TVWV 3 :61b (moderne Erstaufführung) | „Mein Herz ist voll vom Geiste Gottes“ (Donner-Ode II) TVWV 6:3b | „Dich rühmen die Welten“ TVWV 1:329

"Das Orchester für Alte Musik aus Bern Les Passions de l’Ame unter der Geigerin Meret Lüthi wurde als „das berühmteste Barockensemble der Schweiz“ bezeichnet. Gemeinsam mit den Vokalisten des britischen Ensembles Solomon‘s Knot wird es eine frische, leidenschaftlich-beseelte Interpretation dieser bedeutenden, prächtig besetzten Spätwerke Telemanns vorstellen."